Eine Antwort auf „noch nicht mal der münchner mag seine stadt“

  1. Und es ist doch eine coole Stadt. Anders als Berlin und Hamburg. Eben immer schön. Immer ganz bewusst schön. Nur ein mal pro Jahr laut, zum Oktoberfest. Selten extravagant, immer ehr konservativ. Nie progressiv. Aber immer schön. Ob mit Schnee, oder im Sommer mit Grill an der Isar.

    Münchner lieben ihre Stadt. Zumindest die echten Münchner. Aber natürlich lieben Sie vor allem sich.

    Hamburg wird ja gern als die Vorstadt von Berlin bezeichnet. (Was man sich als ehemaliger, aber auch nicht gebürtiger Hamburger zu sagen leisten darf, denke ich). Hamburg hat aber, im Gegensatz zu München eben auch mal etwas freches, etwas verruchtes. Etwas, das Hamburg eben mehr als das Münchener Puppenhaus sein lässt.

    Es ist bei weitem nicht so progressiv wie Berlin, es ist eben auch nicht die Hauptstadt. Es ist der Hamburger Hafen, das Tor zu Welt. Berlin ist anders. Berlin ist wie New York. Zwei Strassenzüge weiter findet man eine neue Welt. Ständig entwickelt sich etwas neues. Ständig ist alles im Umburch. Neue Viertel werden Hipp. Parties und Locations sterben dafür an anderer Stelle. Das Volk zieht weiter, wenn es sich das den leisten kann.

    Aber Berlin ist ja im allgemeinen ehr günstig, auch wenn „Unter den Linden“, KaDeWe oder Adlon etwas anderes glaubend machen könnten. Berlin sagt ja selbst über sich, es sei arm aber sexy.

    Für eine wirklich Bewertung fehlt mir wohl noch Köln. Eins steht jedenfalls fest: München ist schön, manchmal leider nur das. Hamburg ist frech und leidet manchmal am eigenen Understatement. Berlin ist arm aber sexy.

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