Archive for September, 2008

bild kritisiert sich selbst

Frank Walter Steinmeier ist der erste dem Bild die Chance auf eine öffentlich Blattkritik einräumt.

Frank Walter Steinmeier ist der erste dem Bild die Chance auf eine öffentlich Blattkritik einräumt. Quelle: Bild

Bild ist ja bekannt für Innovationen. Ich denke, dass wir eine transparente Redaktion sind.” leitet Chefredakteur Kai Diekmann die erste Blattkritik der Bild, die öffentlich stattfindet, ein. Der hatte Frank Walter Steinmeier geladen. Der Außenminister hatte so gleich Gelegenheit die Auszüge aus dem neuen Buch des Parteigenossen Kurt Beck zu kritisieren: “obwohl nicht ganz einfach für die SPD”, zähle er diese zu den Tops der Ausgabe.

Einen Monat lang will die größte deutsche Tageszeitung ihren Lesern exklusiven Einblick in eines der wichtigsten Elemente einer jeden Redaktionssitzungen gewähren. Ob Print-, Online- oder TV- Redaktion, wer etwas auf sich hält führt eine Kritik der vorangehenden Ausgabe durch. 

Der Blick in die Operationszentrale der Bild verspricht spannend zu werden, allerdings hatten andere bereits die Idee Prominente zur Blattkritik einzuladen. So hatte Ole von Beust bereits im Januar das Vergnügen die Brigitte zu kritisieren. Er unterstrich dabei, dass er nicht unbedingt zur Zielgruppe gehöre.

Blattkritik
>> www.bild.de
>> www.brigitte.de

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aus dem einsatz

Auch in den Krisenherden der Welt zeichnen Akteure und Passanten auf. Veröffentlichen in den üblichen Medien wie youtube oder liveleak.

Neu ist es nicht, Bilder oder gar Videos im Einsatz zu machen. Neu ist allerdings, wie einfach es ist die Bilder zu veröffentlichen. Und das ein veröffentlichtes Video oder Bild bei entsprechendem Interesse nicht nur den Sprung in die klassischen Medien schaffen kann, sondern das es – einmal veröffentlicht – nie wieder zurück geholt werden kann.

SpiegelOnline stellt eine Potpourri einiger faszinierender Handyfilmchen zusammen und läßt Medienexperten zur Kommunikation der Streitkräfte zu Wort kommen:
>> www.spiegel.de/video/video-28999.html

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brands take place

euroband2008 BrandMit der Präsentation der Europäischen Marken Wert Studie eurobrand2008 in Wien zeigen Konsumenten Flagge. Das Eurobrand Institut bewertete dabei das Markenportfolio, sowie die Einzelmarken von 3000 europäischen Unternehmen in 24 Ländern und 16 Branchen. Betrachtet wird der Wert der eigenen Marke für das Unternehmen.

Bei der Bewertung der 50 Markenunternehmen in Europa liegt nicht überraschend der finnische Nokia Konzern auf dem ersten Platz. Das Konsortium LVMH erscheint schon ehr befremdlich, allerdings nicht für diejenigen, die um die dazugehörenden Marken, Moét, Hennessy und Louis Vuitton wissen. Mit dem britischen Vodafone und der spanischen Telefonica folgen zwei große Kommunikationsunternehmen, die Deutsche Telekom ist auf Platz elf abgeschlagen. Nur zwei große Automobilmarken liegen unter den Top Ten, die deutschen Mercedes (6) und BMW (7) und sind damit auch die höchstplatzierten deutschen Markenunternehmen.

Auf dem Treppchen der Top Platzierungen der Einzelmarken in Europa stehen mit Nokia, Vodafone und Mercedes Marken, die ihren Wert gegenüber dem Vorjahr noch ausbauen konnten. Es folgen Louis Vuitton, Deutsche Bank und BMW. Markenbewertung nach Ländern, also beispielsweise für Deutschland, stechen wie nicht anders zu erwarten die Weltmarken hervor: in diesem Fall Mercedes Benz.

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radioscherze und was wir lernen

Telefonscherze im Radio werden langweilig und wir fragen uns, warum es der Angerufene nicht merkt. Hessens Grande Damé in Lauerstellung hat es offensichtlich nicht gemerkt, als ein falscher Franz anrief.

Sieben Minuten telefonierte Andrea Ypsilanti mit einem Radiomoderator, der sich als Franz Müntefering ausgab. Hessens SPD-Chefin untersagte dem Sender zwar umgehend die Ausstrahlung, doch inzwischen kursiert das unvorteilhafte Gespräch auf YouTube. Spiegel

Bei youtube wird der Mitschnitt immer wieder gelöscht. Aber, er taucht auch genauso schnell wieder auf. Nun mag man darüber Streiten, wie Teile des für die Dame unvorteilhaften Gespräches ins Netz gerieten. Sender und noch Volks-Partei versuchen gleichermaßen die Schuld von sich zu weisen.

Neu ist das lancieren selbstverständlich nicht. So soll der ein oder andere Politiker seine helle Freude daran haben, die Bild – Redaktion persönlich über Fehltritte der lieben Kolleginnen und Kollegen zu informieren: um am nächsten Tag dessen Abdruck als Verlierer auf Seite Eins zu finden.

Neu ist auch der Telefonschreck nicht. Die Diskussion um die Erlaubnis einer Berichterstattung ebenso wenig: gedenk der Haarfarbe des Altkanzlers Schröder, der die Agentur ddp vor das Hamburger Landgericht zitieren ließ.

Allerdings scheint es immer noch für einige neu zu sein, dass es sich – einmal veröffentlicht – nie wieder zurücknehmen lässt. Im Netz sind Texte, Bilder, Töne und Videos – ausreichendes Interesse daran sei dabei vorausgesetzt – überall zwischengespeichert. Abrufbar. Und dan web2.0 wiederverwertbar. Und sogar noch pimp-fähig. Wie auch dieser Telefonschreck, der sich ständig weiterentwickelt.

Für Unternehmenskommunikation muss das Fazit lauten: Mitarbeiter sensibilisieren.
1) Sowohl für die geringen Barrieren: Die technischen Möglichkeiten von MMS, facebook und twitter – um nur einige zu nennen – sind unbegrenzt. Eine Kontrolle schier unmöglich. Endlos sind die Möglichkeiten allein für Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten. Ohne kriminelle Energie zu unterstellen, meist ist es Leichtsinn.
2) Einmal veröffentlicht, ist das Material für immer gespeichert und replizierbar. Es ist eben nicht mehr nur das Wissen, dass Material veröffentlicht wurde; das Material ist quasie in Originalqualität verbreitbar.

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