ich sehe tote medien

Ich sehe tote Menschen… Sie sehen nur was sie sehen wollen. Sie wissen nicht, dass Sie tot sind.

In Anlehnung an das bekannte Filmzitat aus dem Film The Six Sence macht sich ein twitter über die Zeitungen lustig, die noch nicht verstanden haben, wie ihr Schicksal sein könnte. „Zeitungen sind tot, hast du es nicht gelesen?“, so oder ähnlich beschreibt die sarkastische Seite www.journalism-is-dead.com/ den Untergang des Journalismus überhaupt.
Das Aus von Vanity Fair des Condé Nast Verlages und dem bereits im November eingestellten Gruner+Jahr Konkurrenzprodukt Park Avenue, oder die Burda-Blätter Tomorrow und Young, scheinen dabei nur erste Zeichen zu sein. Noch einige könnten auf dem deutschen Medienfriedhof retromedia.de landen.

Ein teures Experiment, das wir nunmal sind und waren, ist unter diesen Rahmenbedingungen nicht durchzuhalten. Die Crew der Redaktion aber geht erhobenen Hauptes von Bord: Wir haben etwas bewegt. Wir haben gewagt, wovor andere zurückgescheut sind. Und wir haben es gut gemacht. Das ist keine überzogene Selbstbeweihräucherung zur Beerdigung, sondern das, was wir von Euch Usern, von Kollegen und Kritikern gehört haben. Das mutige Konzept, Euch Leser viel direkter mit einzubeziehen, hat funktioniert. Leider fehlte uns die Zeit, um die nötige wirtschaftliche Stabilität zu erreichen. Quelle: zoomer.de – Stand: 09.02.09

Bereits Anfang des Monats hat sich das Online-Nachrichten-Portal zoomer.de von den Lesern mit dem ausführlichen Statement des Chefredakteurs Frank Syre verabschiedet. Ambitioniert, von User bestimmte Schwerpunkte, der Verzicht auf Ressorts. Spannende Konzepte, die es scheinbar nicht vermochten wirtschaftlich zu überzeugen.
Dagegen will sich Marktführer Spiegel Online neu erfinden und das Angebot noch weiter ausbauen. Die Hamburger mit frischem Führungsduo setzten dabei auf Bewegtbild, sowie auf Facebook und Twitter.

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