schon mal dich selbst gegoogelt?

Mensch und Netz (Quelle: stockxpert)
Mensch und Netz (Quelle: stockxpert)

Die Diskussion um Datenschutz hält weiter an. Gleichzeitig geben wir persönlichste Dinge bekannt. Das „Exhibitionismus vs. individuelles Schutzbedürfnis“-Paradoxon hallt durch die Medien wie ein Gespenst.

Als uns in den 80ern die Sorge umtrieb, dass unsere Telefongespräche bei bestimmten Schlagworten mitgehört werden, hatten wir noch keine Vorstellung davon, mit welcher Selbstverständlichkeit wir heute in sogenannten Sozialen Netzwerken (Social Networt Systems – kurz SNS) unsere Persönlichkeit preisgeben. Und konnten uns auch nicht ausmalen, dass eine Fotosoftware von Apple quasi eine Gesichtererkennung als gratis Add-on zum Betriebssystem liefern würde.

Die Panasonic Lumix DMC-GH1 kann sich einmal erkannte Gesichter merken und den Namen dazu abspeichern. Wofür das nun gedacht ist – um verflossene Flammen auch nach 10 Jahren wiederzuerkennen oder doch nur den letztes Jahr entflohenen Bankräuber? – bleibt auch für neuerdings.com unklar.

Suchmaschinen liefern gleich entsprechende Filter mit, um nur Bilder mit Portraits oder Gesichtern zu finden. Personen-Suchmaschinen haben sich auf die Sammlung bereitgestellter Daten spezialisiert. Auf der Basis von geokodierten Daten ist es bereits möglich ein Layover über ein reales Bild zu legen, das zusätzliche Informationen liefert – Realtime.

Im vollen Bewußtsein dieser öffentlich, zumeist kostenlosen Services, mag man sich nicht ausmalen, welche Möglichkeiten im Hintergrund bereits möglich sind oder noch möglich werden.

Auf der anderen Seite schießen selbsternannte Reputationsmanager aus dem Boden. Solche Weisswäscher, bieten in der Regel ihre Dienste an, um bereits gemachte Kommunikationsfehler zu bereinigen. Und helfen bei der Beantwortung der Frage: Was tun gegen den Online-Rufmord?.

Das die Ursache der rufschädigenden Bilder und Texte häufig auch der unvorsichtige Umgang mit den eigenen Persönlichkeitsrechten und dem eigenen Datenschutz ist, wird all zu häufig vernachlässigt. Das Reputationsmanagement – wie beispielsweise von ReputationDefender angeboten – ermöglicht teilweise ein entfernen der rufschädigenden Bilder oder Texte. Personensuchmaschinen bzw. Profiler wie Yasni oder myON-ID optimieren dagegen im meist nur die Reihenfolge der Suchergebnisse von Suchmaschinen.

Dass einige Deutsche Provider den Zugang auf die Seite Rotten Neighbour gänzlich gesprerrt haben, liegt sicherlich nicht am mangelnden Zugriff. Die Seite hatte für Aufsehen gesorgt, da einige – die durchaus als sinnvoll zu erachtende Idee, die eigene Nachbarschaft zu beurteilen – mißbruacht hatten. Sie denunzierte und nahmen es mit der Wahrheit nicht sonderlich genau.

Personensuchmaschinen
>> www.yasni.de
>> www.myonid.de
>> www.123people.de

Reputationsmanager
>> http://www.reputationdefender.com
>> http://www.datenwachschutz.de

Suchmaschinen mit Filtern
>> http://search.live.com/images bietet Filtermöglichkeit nach Gesicht und Portrait (filter:portrait)
>> http://images.google.de/ bietet in der erweiterten Suche entsprechende Filter

Bilderkennung
>> Panoramio ermöglicht es sich umzusehen

Eine Antwort auf „schon mal dich selbst gegoogelt?“

  1. Da myON-ID häufig, wie auch hier geschehen in einem Atemzug mit Diensten aus dem Umfeld der Personen-Suchmaschinen genannt wird, wir aber weit entfernt davon sind eine zu sein, nenne ich nochmals drei Aspekte aus denen klar wird wo sich myON-ID von einer Personensuche klar unterscheidet.

    1. Bei myON-ID ist es nicht möglich Personen zu suchen.
    2. Bei myON-ID finden sich ausschliesslich von Nutzern erstellte Profile und keine per Suchergebnis angelegten Profile.
    3. Bei myON-ID wird die eigene(!) Online Identität und die dazugehörigen Inhalte gemanagt.

    Im Detail kann das hier nachgelesen werden. http://blog.myonid.de/2009/03/drei-gute-grunde-warum-wir-keine-personensuche-sind/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.