onlinetagung

Kommunikationsprofis tagen in Berlin zu den neuesten Entwicklungen der Onlinekommunikation.

Beschworen wird vielfach der Tod des Schriftlichen. Thomas Mickeleit von Microsoft sieht die Zukunft im Bewegtbild, was nicht überraschend erscheint. Dass sein Unternehmen Microsoft aber gerade einen Social Media Guide für seine Mitarbeiter herausgegeben hat und in seinem Presseportal die Möglichkeit gibt direkt an ihn zu schreiben ist da schon spannender.

Interne Kommunikation, gemäß European Communicaton Monitor der Schwerpunkt der „Öffentlichkeitsarbeit“ in der Zukunft, steht auch bei der Telekom ganz oben auf der Agenda. So kann man über ein eigenes Portal „Rene Obermann direkt“ schreiben. Selbstverständlich kann der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom nicht jede beantworten. Aber Kolleginnen und Kollegen können die Frage bewerten, und die besten oder zumindestens die, die von den meisten Mitarbeitern gepusht werden, beantwortet die Nummer Eins des Konzerns dann auch ganz direkt.

Klingt für einige der „Shift happens“ nach etwas dramatischem bei dem klassischer Qualitätsjournalismus verloren geht, sehen viele der Tagungsteilnehmer darin erhebliche Chancen. Nicht zuletzt, da Social Media die Menschen in den Fokus stellt, durch Identität Vertrauen schafft.

wo steht das netz?

Facebook durchbricht die 400 Millionen Nutzer Schwelle, über Twitter werden mehr als 50 Millionen tweets pro Tag veröffentlicht und über YouTube sehen Zuschauer 1 Milliarde videos pro Tag. Beeindruckende Zahlen, Jesse Thomas setzt diese in seinem Must-Seen-Video zum „State of the Internet“ in Beziehung zu einander.

Einige Zahlen:

  • 1.73 Milliarden Internet Nutzer weltweit im September 2009.
  • 1.4 Milliarden e-mail Nutzer weltweit, die an einem durchschnittlichen Tag 247 Milliarden e-mails erhalten, wobei es sich leider bei 200 Milliarden um Spam handelt
  • Im Dezember 2009 gab es 234 Millionen websites
  • Facebook erreicht 260 Milliarden pageviews pro Monat, was sechs Millionen pageviews pro minute oder 37,4 Trillionen pageviews pro Jahr bedeutet.

„wo steht das netz?“ weiterlesen

praesidenten twittern nicht – obama aber auch nicht (selbst)

Ueberraschend ist sicherlich nicht, dass der amerikanische Praesident nicht wirklich selbst twittert. Aber dass er es noch nie getan hat, dann schon. Waren wir doch alle von dem „Change“ hin zu web 2.0 im Oval Office mitgerissen.

Was sicherlich nicht grundsaetzlich die Botschaft aendert, die Obama bereits in seiner ersten Pressekonferenz als Praesident deutlich machte. „Die Botschaft an die Medien war: Tageszeitungen sind mir gleichgültig. Ich will das Fernsehen, die Internet-Blogs und Twitter erreichen.“  Aber relativiert es nicht die Kampagne und den Wahlkampf? Zumindestens in seiner viel gelobten Art die Social Networks Systeme und damit die Jugend fuer sich zu gewinnen?

Im vergangenen deutschen Wahlkampf hatte doch der eine oder andere mit Fingern auf die deutschen Politiker gezeigt, die augenscheinlich nicht so firm in der Nutzung dieser SNS erschienen. Die werden sich freuen, koennen sie den Erfolg doch als typsich amerikanischen Marketing Trick deklarieren und auf weiteres Engagement verzichten.

Obamas fast 2.7 Millionen „Follower“ wird es wohl nicht davon abhalten den Updates in Form von maximal 140 praesidialen Zeichen zu folgen. Zumal sein Twitterteam diese nicht per Post informierte, dass der Praesident nicht selbst twittert.

„praesidenten twittern nicht – obama aber auch nicht (selbst)“ weiterlesen

online: www.eunavfor.eu

Logo of European Union Naval Force
Logo of European Union Naval Force

Nach zirka zwei Monaten Entwicklungszeit gibt www.eunavfor.eu der ersten European Union Naval Force ein Gesicht im Internet.

Fuer die erste maritime Mission der Europaesichen Union wurde auch erstmals ueberhaupt konsequent auf OpenSource Systeme fuer eine militaerische Operation gesetzt. Darstellung von Pressemitteilungen und Artikel aus dem Operationsgebiet gemaess der aktuellen Medienstandards und die Bereitstellung von Hintergrundinformationen sind so zielgerichtet zusammengefuehrt.

Basis der Internetseite ist eine wordpress engine, der Theme wurde gemeinsam mit harvest digital (London) entwickelt und implementiert. Er soll in einem europaischen Farbklima in einem Magazin aehnlichen Style die Einzigartigkeit der Operation widerspiegeln.

Damit wird dem Auftritt des Maritime Security Centre Horn of Africa, das auf die rein operationellen Ansprueche der Kooperationspartner und der Marineeinheiten im Seegebiet ausgerichtet ist und von wo aus gleichzeitig die Mission gefuehrt wird, ein „general interest“ Auftritt zur Seite gestellt.

Ziel ist es, in den kommenden Monaten www.eunavfor.eu als ersten Anlaufpunkt fuer Anfragen an die Mission zu etablieren. Der Auftritt ist Teil des ersten Corporate Design und wird damit das Gesicht und die Identitaet der Operation staerken.

konkurrenz fuer google news aus deutschland

Logo der Tomorrow Focus AG
Logo der Tomorrow Focus AG

Die zum Medienhaus Burda gehörende Tomorrow Focus AG hat das Finanzportal Finanzen 100 gestartet, das seine Inhalte nicht selbst erstellt, sondern 12.000 Quellen aus dem Internet aggregiert.

Dem Finanzportal soll in der kommenden Woche Nachrichten.de folgen, eine ebenfalls vollautomatisch erstellte Nachrichtenseite, die 600 journalistische Quellen zusammenfasst. Böses Google, guter Hubert? Der ewige Google-Kritiker Hubert Burda will dem Web-Giganten zeigen, wie „Fair Share“ im Internet funktioniert.

„konkurrenz fuer google news aus deutschland“ weiterlesen