praesidenten twittern nicht – obama aber auch nicht (selbst)

Ueberraschend ist sicherlich nicht, dass der amerikanische Praesident nicht wirklich selbst twittert. Aber dass er es noch nie getan hat, dann schon. Waren wir doch alle von dem „Change“ hin zu web 2.0 im Oval Office mitgerissen.

Was sicherlich nicht grundsaetzlich die Botschaft aendert, die Obama bereits in seiner ersten Pressekonferenz als Praesident deutlich machte. „Die Botschaft an die Medien war: Tageszeitungen sind mir gleichgültig. Ich will das Fernsehen, die Internet-Blogs und Twitter erreichen.“  Aber relativiert es nicht die Kampagne und den Wahlkampf? Zumindestens in seiner viel gelobten Art die Social Networks Systeme und damit die Jugend fuer sich zu gewinnen?

Im vergangenen deutschen Wahlkampf hatte doch der eine oder andere mit Fingern auf die deutschen Politiker gezeigt, die augenscheinlich nicht so firm in der Nutzung dieser SNS erschienen. Die werden sich freuen, koennen sie den Erfolg doch als typsich amerikanischen Marketing Trick deklarieren und auf weiteres Engagement verzichten.

Obamas fast 2.7 Millionen „Follower“ wird es wohl nicht davon abhalten den Updates in Form von maximal 140 praesidialen Zeichen zu folgen. Zumal sein Twitterteam diese nicht per Post informierte, dass der Praesident nicht selbst twittert.

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konkurrenz fuer google news aus deutschland

Logo der Tomorrow Focus AG
Logo der Tomorrow Focus AG

Die zum Medienhaus Burda gehörende Tomorrow Focus AG hat das Finanzportal Finanzen 100 gestartet, das seine Inhalte nicht selbst erstellt, sondern 12.000 Quellen aus dem Internet aggregiert.

Dem Finanzportal soll in der kommenden Woche Nachrichten.de folgen, eine ebenfalls vollautomatisch erstellte Nachrichtenseite, die 600 journalistische Quellen zusammenfasst. Böses Google, guter Hubert? Der ewige Google-Kritiker Hubert Burda will dem Web-Giganten zeigen, wie „Fair Share“ im Internet funktioniert.

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michael jackson verstorben

Screenshot: Sony veroeffentlicht auf der Seite MichaelJackson.com einen Nachruf (26.06.09)
Screenshot: Sony veroeffentlicht auf der Seite MichaelJackson.com einen Nachruf (26.06.09)

In der vergangene Nacht verstarb der „King of Pop“ Michael Jackson nach ersten Angaben von CNN an einem Herzinfarkt. Mit ueber 750 Millionen verkauften Alben war der teilweise durch bizarre Medienauftritte auffallende 50jaehrige Musiker die unangefochtene Nummer Eins.

Da mediale Echo ist gewaltig. Fast alle grossen Tageszeitungen weltweit machen mit der Nachricht auf. Radiosender spielen Jackson-Hits. Die Anzahl der Twitter Eintraege sei so hoch wie zuletzt bei der Wahl von Barack Obama. Der Tod des Moonwalkers legt das Internet in den USA teilweise lahm. Beim deutschen Nachrichten-Aggregationschannel dnnd.de sind auch international kaum Schlagzeilen ohne Zusammenhang mit dem Thema zu finden.

Weltbekannte Groessen des Showgeschaefts zeigen sich schockiert und traurig. „We have lost a genius and a true ambassador of not only Pop music but of all music,“ Justin Timberlake, oder Usher, der Jackson in einem langen Statement als Wegbereiter fuer Oprah Winfrey und eben auch Barack Obama sieht. Dagegen mach C-Stars teilweise durch erschreckende Twitter-Schlachten auf sich Aufmerksamkeit.

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google kooperiert mit agenturen

google und die european pressphoto agency (epa) haben eine Vereinbarung über die Bereitstellung von epa-Inhalten auf Google News unterzeichnet. Das Abkommen ermöglicht google News-Nutzern einen schnellen und einfachen Zugriff auf Originaltexte und -bilder der Online-Dienste von acht der insgesamt elf zur epa gehörenden Nachrichtenagenturen.

google News kooperiert mit Agenturen: AFP Meldung gehostet von google
google News kooperiert mit Agenturen: AFP Meldung gehostet von google

„Dieser neue Ansatz verbessert nicht nur die Informationssuche für die Nutzer. Er identifiziert auch Journalisten und Herausgeber, die für die Erstellung und Verbreitung von Nachrichten hart arbeiten, als ursprüngliche Nachrichtenquelle“, erklärt Josh Cohen, Business Product Manager von google News. „Wir freuen uns mit epa und dadurch mit acht der führenden nationalen Nachrichtenagenturen in Europa zusammenzuarbeiten.“

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google – wave

Ende Mai hat google in San Francisco im Rahmen der Developers Conference eine neue Kooperations- und Kommunikationsplattform fuer Ende 2009 angekuendigt. Wave, so der Name der rein webbasierten Technologie, hat das Potential eine ebensolche zu sein.

Hinsichtlich der Wertschoepfung ist google bisher vor allem auf der Stufe der Content Aggregation tätig. Neben dem offensichtlichen Kerngeschaeft der Suchfunktionen oder bei der Bündelung von Schlagzeilen bei google News, aber auch in den Communities Orkut und Youtube werden Nutzerinhalte gesammelt und automatisiert aufbereitet.

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wahlkampf online – fuer die freiheit?

Waehrend sich einige Politiker noch mit dem Versuch herumschlagen, das Internet, wenn auch aus durchaus gutem Grund, staerker als bisher zu reglementieren, fuehren „Die Piraten“ einen online Wahlkampf in entgegengesetzter Richtung. Die Piratenpartei, ein Ableger einer zunaechst in Schweden entfachten Online Initiative, hat sich dem freien Zugang zu jedweder Information verschrieben.

Das Recht des Einzelnen, die Nutzung seiner persönlichen Daten zu kontrollieren…,“ steht dabei ebenso auf der Agenda, wie „der uralte Traum, alles Wissen und alle Kultur der Menschheit zusammenzutragen, zu speichern und heute und in der Zukunft verfügbar zu machen…„. Entwicklungen wie Open Access sollen dabei gestaerkt, dem gegenueber das Patentrecht jedoch eingeschraenkt werden.

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pulitzer – grosse bilder

Senator Obama drenched, during a rally at Widener University in Chester, Pa. (Damon Winter, The New York Times - 2008)
Senator Obama durchnäßt, während des Wahlkampfs an der Widener University in Chester, USA (Damon Winter, The New York Times - 2008)

Großer Journalismus: die krisengeschüttelte „New York Times zählt zu den große Gewinnern. Das New Yorker Blatt Zeitung gewann in fünf der insgesamt 15 Kategorien des Pulitzer Preises 2009.

Sehenswert sind die Kampagne Barack Obamas oder Bilder des Leids auf Haiti nach den Tropenstürmen in der Kategorie Feature-Fotografie. Einen weiteren erhielt die Redaktion für die Berichterstattung über den heiklen New Yorker Sex-Skandal, der den New Yorker Gouverneur Eliot Spitzer sein Amt kostete.

Die Pulitzer-Awards sind nach dem 1911 gestorbenen Zeitungsverleger Joseph Pulitzer benannt. Die Auszeichnung wurden erstmals 1917 verliehen. Eine vergleichbare – wenn auch weniger bekannte – ist der Egon-Erwin-Kisch-Preis. 1977 von Henri Nannen, dem Gründer der Zeitschrift Stern, gestiftet soll er die journalistische Qualität von Reportagen in der deutschsprachigen Presse fördern.

>> Pulitzer Prize: www.pulitzer.org

wir sind obama

Bild hat es mal wieder geschafft, mit einer Schlagzeile, die uns im Gedächtnis bleibt: „Obama küsst Deutschland“ – Nicht etwa Angela Merkel, nein, stellvertretend für die Kanzlerin küsst er Deutschland. Alle: Sie und mich, meinen Partner, Kinder und Erwachsene, Jung und Alt. Glückwunsch – nach „Wir sind Papst“ wieder ein großer Wurf. Und wir alle fühlen uns geschmeichelt.

lead awards – hamburg feiert.sich

Lead Award 2009 - Logo - Quelle: Lead Award
Logo der LeadAwards2009 (Quelle: Lead Academy)

Am 1. April ist es wieder soweit: Unter der Parole „Jetzt er recht„, wird der LeadAward in Hamburg verliehen. Die LeadAcademy für Mediendesign und Medienmarketing e.V. vergibt diesen deutschen Medienpreis jährlich an deutsche Print- und Online-Medien. 1993 verlieh die Academy ihn erstmals in Hamburg.

Bis heute nominieren ausschließlich Gremien der LeadAcademy – eine Bewerbung ist nicht möglich. Der Preis wird neben anderen Firmen hauptsächlich von den Unternehmen Spiegel, Hugo Boss und der Otto group gesponsert und von der Hansestadt Hamburg gefördert. Dabei liegt der Schwerpunkt zwar auf aufwendig produzierten Printprodukten, aber es gibt doch auch vier Online-Kategorien, die eine nähere Betrachtung zu lohnen scheinen.

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die zeit macht jetzt in bild

Im Vergleich: Original und deutsche Verfolger
Bildblog: Original und deutscher Verfolger

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Besonders, wenn es sich um derart großformatige, vor allem aber hochgelobte Bilder, wie in dem seit Juni 2008 publizierten Blog „The Big Picture“ der „Boston Globe“ handelt.

Dem guten Beispiel folgt die Wochenzeitung „Die Zeit“ als erstes deutsches Online-Medium mit einem eigenen Foto-Blog.

So gesehen bei: medienlese.com – Stand 24.02.08