Archive for category public relations

wahlkampf online – fuer die freiheit?

Waehrend sich einige Politiker noch mit dem Versuch herumschlagen, das Internet, wenn auch aus durchaus gutem Grund, staerker als bisher zu reglementieren, fuehren “Die Piraten” einen online Wahlkampf in entgegengesetzter Richtung. Die Piratenpartei, ein Ableger einer zunaechst in Schweden entfachten Online Initiative, hat sich dem freien Zugang zu jedweder Information verschrieben.

Das Recht des Einzelnen, die Nutzung seiner persönlichen Daten zu kontrollieren…,” steht dabei ebenso auf der Agenda, wie “der uralte Traum, alles Wissen und alle Kultur der Menschheit zusammenzutragen, zu speichern und heute und in der Zukunft verfügbar zu machen…“. Entwicklungen wie Open Access sollen dabei gestaerkt, dem gegenueber das Patentrecht jedoch eingeschraenkt werden.

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top coup: phantom jackson kehrt zurück


“This is it!” – Nicht unbedingt mit britischem Understatement kündigt der vielfach als King of Pop titulierte Michael Jackson nach fast zwölf jähriger Konzertaskese sein Comeback an. Vor Jacksons Auftritt wurde in der Londoner O2-Arena ein Film mit seinen grossen Momenten gezeigt, dazu Massenszenen mit weinenden Menschen. “Die Inszenierung hatte etwas Leni-Riefenstahl-haftes” meint daher der Schweizer Tagesanzeiger und steht mit seiner Interpretation des Spektakels nicht allein.

Interessant erscheint jedoch, mit welcher Geschwindigkeit Jackson die Medien dominiert. Bereits vier Stunden nach der Ankündigung belaufen sich die von Google News gezählten Medien auf über 1.860 Artikel in englischer Sprache und allein fast 470 in deutsch.

Die Seite MichaelJacksonLive.com, auf der man sich für den Kartenverkauf registrieren kann, ist zeitweise überlastet und nicht erreichbar. Der offizielle Kartenvorverkauf soll am 13.03. beginnen.

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xrank – wo steh ich?

Einer der Klassiker der Bild bekommt Konkurrenz. Wer Gewinner oder Verlierer ist und wo man selbst im Ranking der Stars und Sternchen steht, verrät der xRank.

xRank verfolgt die Informationen zu bedeutenden Personen und zeigt sie in einer bestimmten Reihenfolge an. Die Anzahl der Live Search-Suchabfragen im Web nach Filmstars, Musikern und weiteren berühmten Personen wird protokolliert. Anschließend werden die Ergebnisse in einer interessanten Rankingformel zusammengefasst, anhand der Sie erfahren, nach welchen Personen am häufigsten gesucht wird. Das Ergebnis ist ein kultureller Schnappschuss dazu, wer “in” und wer “out” ist! Quelle: www.live.com – Stand 04.03.09

Screenshot der Suche nach "Boris Becker, Thomas Gottschalk"

Screenshot der Suche nach "Boris Becker, Thomas Gottschalk"

Interessant ist vor allem die Entwicklung über eine gewisse Periode zu beobachten. So könnte man, zumindest aufgrund der Entwicklung des xRank mutmaßen, dass die Verkündung einer Verlobung bei der ZDF Abendsendung “Wetten, dass…?” das persönliche Ranking verbessert.

Selbstverständlich liefert der hauseigene Nachrichten Service MSN auch gleich die Nachricht zum Prominenten: “Boris Becker heiratet Lilly Kerssenberg

Der Ableger des Microsoft Live Portals, das Google online Paroli bieten soll, ermöglicht sogar den Vergleich von Prominenten. Beispielsweise konnte der Moderator der Show, Thomas Gottschalk, sein Suchmaschinen -Ranking mit der Sendung nicht signifikant verbessern.

Leider bleibt im unklaren, wer in die Liste der “bedeutendenen Personen” deren Suchabfragen ausgewertet werden, aufgenommen wird. Für alle die – wie Barack Obama und Angela Merkel scheinbar – noch nicht zu diesem erlesenen Kreis zählt greift auf bewerte Dienste zurück…

Wo steh ich:
>> www.yasni.de
>> www.123people.de

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im abspann… träumen von hollywood

Daniel Auwermann, Catherine Deneuve und Manolo Carmona

Daniel Auwermann, Catherine Deneuve und Manolo Carmona

Manchmal hat es ja auch seine Vorteile, wenn der Nachname mit dem am Beginn des Alphabets stehenden Buchstaben A anfängt. Beispielsweise werden Statisten in Filmen in alphabetischer Reihenfolge dargestellt.

Während meiner Tätigkeit als Sprecher für die UNIFIL-Mission im Libanon hatte ich die Gelegenheit, die grossartige Schauspielerin Catherine Deneuve kennenzulernen. Sie drehte im Süden des Libanon einen Film, um einerseits die Zerstörungen nach dem zweiten Libanon Krieg (2006), aber vor allem die Schönheit des Landes zu zeigen. Diesen Aspekt hatte die Französin bisher in der Berichterstattung vermißt.

Die Schaupielerin Deneuve, die sich also selbst bei der Erkundung des Libanons spielt, will auch die libanesisch-israelische Grenze sehen. Sie bittet einen libanesischen Kollegen: “Lass es mich sehen” (2008 Frankreich/Libanon). Vor Ort liess sie sich die Umgebung vom Sprecher der UNIFIL Mission erklären, “der” sich ebenfalls selbst spielt.

Nach dem Motto: “gerade entdeckt, oder wenn man sich mal selbst googelt.”
>> http://www.imdb.de/title/tt1068652/

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vertrauensverlust

Grafik Edelman Trust Barometer

Edelman Trust Barometer

Wirtschaftsunternehmen haben 2008 weltweit einen massiven Vertrauensverlust erlitten. Zu diesem Ergebnis kommt das zehnte Edelman Trust Barometer, bei dem zum Ende des letzten Jahres weltweit 4.475 Meinungsführer zum Thema Vertrauen in Institutionen (Regierung, Wirtschaft und Medien) befragt wurden.

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Die Verursacher der Krise: Während weltweit und auch innerhalb der Europäischen Union Regierungen und Wirtschaft gleichermaßen als Verursacher der Krise gesehen werden, sehen die Deutschen die Verantwortung stärker auf Seite der Wirtschaft.
  • Vertrauensvakuum in allen Institutionen: Der massive globale Vertrauensverlust in die Wirtschaft wird nicht ausgeglichen durch Vertrauenszuwachs in andere Institutionen.
  • Regierungen für Lösung verantwortlich: Rund zwei Drittel der Befragten sehen vor allem die Regierungen in der Pflicht, die derzeitige Krise zu überwinden.
  • Gesellschaftliches Engagement gefragt: Zwei von drei Befragten äußern die Erwartung, dass die Wirtschaft eng mit den Regierungen und Interessengruppen in allen großen gesellschaftlichen Fragen zusammenarbeitet.

Edelman ist mit 3.200 Mitarbeitern und 54 Büros weltweit die größte unabhängige PR-Firma. In Deutschland agiert Edelman an den Standorten Berlin, Frankfurt, Hamburg und München. Kunden sind unter anderem Chiquita, Continental AG, E.ON Energie AG, Mars, Microsoft, Novartis, Shell, Starbucks und Unilever.

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brand zu pr – oder umgekehrt?

“Wir leben im Informationszeitalter. Nichts, heißt es, sei wichtiger, als Aufmerksamkeit zu erlangen. Warum wir etwas tun oder lassen, hänge von den Informationen ab, die uns zu einer Entscheidung führen.”, startet die ‘brand eins’ zum aktuellen Themenschwerpunkt Kommunikation und PR. 

Die ‘brand eins’ äußerst sich zu PR. In acht Punkten holt Wolfgang Lotter zum Gegenschlag aus? Oder lässt er doch doch den Schwanz mit dem Hund wedeln? Und kommt dabei zu interessanten Schlussfolgerungen.

Auch als Hörversion ein Genuss.
>> www.brandeins.de

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onion network news – die etwas andere PR

Klassischer Weise sind Produkt- Neuvorstellungen von Maßeinheiten und Weiterentwicklungen, Features und Fähigkeiten des Geräts, Testimonials und Expertenmeinungen gespickt. Onion Network News nimmt dies auf die Schippe. Zeigt wie einfallslos eine solche Präsentation ist, und wie wenig hilfreich derlei Details für die Produktwahl sind.

Achtung: Die Sprache im Video ist deutlich.

Medium: theonion.com – The Onion ist eine Satiremagazin. Liefert Nachrichten im Netz, als Audiofile (Radio) und selbstverständlich als Video. Da professionell produziert und mit klassischen Newselementen aufgepeppt, könnten man fast darauf hereinfallen.

The Onion hat einen traffic rank of 4.005 (Vergleich: Tagesschau hat 4.785 und cnn.com hat 51 – Auf Platz eins bis drei liegen: yahoo, google und youtube) Quelle: Alexa Web Information Company Stand 8. Januar 2009

Ausserdem sehenswert: Das neue MAC Book Wheel.

Empfehlung: Unbedingt bookmarken.

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bild kritisiert sich selbst

Frank Walter Steinmeier ist der erste dem Bild die Chance auf eine öffentlich Blattkritik einräumt.

Frank Walter Steinmeier ist der erste dem Bild die Chance auf eine öffentlich Blattkritik einräumt. Quelle: Bild

Bild ist ja bekannt für Innovationen. Ich denke, dass wir eine transparente Redaktion sind.” leitet Chefredakteur Kai Diekmann die erste Blattkritik der Bild, die öffentlich stattfindet, ein. Der hatte Frank Walter Steinmeier geladen. Der Außenminister hatte so gleich Gelegenheit die Auszüge aus dem neuen Buch des Parteigenossen Kurt Beck zu kritisieren: “obwohl nicht ganz einfach für die SPD”, zähle er diese zu den Tops der Ausgabe.

Einen Monat lang will die größte deutsche Tageszeitung ihren Lesern exklusiven Einblick in eines der wichtigsten Elemente einer jeden Redaktionssitzungen gewähren. Ob Print-, Online- oder TV- Redaktion, wer etwas auf sich hält führt eine Kritik der vorangehenden Ausgabe durch. 

Der Blick in die Operationszentrale der Bild verspricht spannend zu werden, allerdings hatten andere bereits die Idee Prominente zur Blattkritik einzuladen. So hatte Ole von Beust bereits im Januar das Vergnügen die Brigitte zu kritisieren. Er unterstrich dabei, dass er nicht unbedingt zur Zielgruppe gehöre.

Blattkritik
>> www.bild.de
>> www.brigitte.de

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aus dem einsatz

Auch in den Krisenherden der Welt zeichnen Akteure und Passanten auf. Veröffentlichen in den üblichen Medien wie youtube oder liveleak.

Neu ist es nicht, Bilder oder gar Videos im Einsatz zu machen. Neu ist allerdings, wie einfach es ist die Bilder zu veröffentlichen. Und das ein veröffentlichtes Video oder Bild bei entsprechendem Interesse nicht nur den Sprung in die klassischen Medien schaffen kann, sondern das es – einmal veröffentlicht – nie wieder zurück geholt werden kann.

SpiegelOnline stellt eine Potpourri einiger faszinierender Handyfilmchen zusammen und läßt Medienexperten zur Kommunikation der Streitkräfte zu Wort kommen:
>> www.spiegel.de/video/video-28999.html

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radioscherze und was wir lernen

Telefonscherze im Radio werden langweilig und wir fragen uns, warum es der Angerufene nicht merkt. Hessens Grande Damé in Lauerstellung hat es offensichtlich nicht gemerkt, als ein falscher Franz anrief.

Sieben Minuten telefonierte Andrea Ypsilanti mit einem Radiomoderator, der sich als Franz Müntefering ausgab. Hessens SPD-Chefin untersagte dem Sender zwar umgehend die Ausstrahlung, doch inzwischen kursiert das unvorteilhafte Gespräch auf YouTube. Spiegel

Bei youtube wird der Mitschnitt immer wieder gelöscht. Aber, er taucht auch genauso schnell wieder auf. Nun mag man darüber Streiten, wie Teile des für die Dame unvorteilhaften Gespräches ins Netz gerieten. Sender und noch Volks-Partei versuchen gleichermaßen die Schuld von sich zu weisen.

Neu ist das lancieren selbstverständlich nicht. So soll der ein oder andere Politiker seine helle Freude daran haben, die Bild – Redaktion persönlich über Fehltritte der lieben Kolleginnen und Kollegen zu informieren: um am nächsten Tag dessen Abdruck als Verlierer auf Seite Eins zu finden.

Neu ist auch der Telefonschreck nicht. Die Diskussion um die Erlaubnis einer Berichterstattung ebenso wenig: gedenk der Haarfarbe des Altkanzlers Schröder, der die Agentur ddp vor das Hamburger Landgericht zitieren ließ.

Allerdings scheint es immer noch für einige neu zu sein, dass es sich – einmal veröffentlicht – nie wieder zurücknehmen lässt. Im Netz sind Texte, Bilder, Töne und Videos – ausreichendes Interesse daran sei dabei vorausgesetzt – überall zwischengespeichert. Abrufbar. Und dan web2.0 wiederverwertbar. Und sogar noch pimp-fähig. Wie auch dieser Telefonschreck, der sich ständig weiterentwickelt.

Für Unternehmenskommunikation muss das Fazit lauten: Mitarbeiter sensibilisieren.
1) Sowohl für die geringen Barrieren: Die technischen Möglichkeiten von MMS, facebook und twitter – um nur einige zu nennen – sind unbegrenzt. Eine Kontrolle schier unmöglich. Endlos sind die Möglichkeiten allein für Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten. Ohne kriminelle Energie zu unterstellen, meist ist es Leichtsinn.
2) Einmal veröffentlicht, ist das Material für immer gespeichert und replizierbar. Es ist eben nicht mehr nur das Wissen, dass Material veröffentlicht wurde; das Material ist quasie in Originalqualität verbreitbar.

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