wir sind obama

Bild hat es mal wieder geschafft, mit einer Schlagzeile, die uns im Gedächtnis bleibt: „Obama küsst Deutschland“ – Nicht etwa Angela Merkel, nein, stellvertretend für die Kanzlerin küsst er Deutschland. Alle: Sie und mich, meinen Partner, Kinder und Erwachsene, Jung und Alt. Glückwunsch – nach „Wir sind Papst“ wieder ein großer Wurf. Und wir alle fühlen uns geschmeichelt.

xrank – wo steh ich?

Einer der Klassiker der Bild bekommt Konkurrenz. Wer Gewinner oder Verlierer ist und wo man selbst im Ranking der Stars und Sternchen steht, verrät der xRank.

xRank verfolgt die Informationen zu bedeutenden Personen und zeigt sie in einer bestimmten Reihenfolge an. Die Anzahl der Live Search-Suchabfragen im Web nach Filmstars, Musikern und weiteren berühmten Personen wird protokolliert. Anschließend werden die Ergebnisse in einer interessanten Rankingformel zusammengefasst, anhand der Sie erfahren, nach welchen Personen am häufigsten gesucht wird. Das Ergebnis ist ein kultureller Schnappschuss dazu, wer „in“ und wer „out“ ist! Quelle: www.live.com – Stand 04.03.09

Screenshot der Suche nach "Boris Becker, Thomas Gottschalk"
Screenshot der Suche nach "Boris Becker, Thomas Gottschalk"

Interessant ist vor allem die Entwicklung über eine gewisse Periode zu beobachten. So könnte man, zumindest aufgrund der Entwicklung des xRank mutmaßen, dass die Verkündung einer Verlobung bei der ZDF Abendsendung „Wetten, dass…?“ das persönliche Ranking verbessert.

Selbstverständlich liefert der hauseigene Nachrichten Service MSN auch gleich die Nachricht zum Prominenten: „Boris Becker heiratet Lilly Kerssenberg

Der Ableger des Microsoft Live Portals, das Google online Paroli bieten soll, ermöglicht sogar den Vergleich von Prominenten. Beispielsweise konnte der Moderator der Show, Thomas Gottschalk, sein Suchmaschinen -Ranking mit der Sendung nicht signifikant verbessern.

Leider bleibt im unklaren, wer in die Liste der „bedeutendenen Personen“ deren Suchabfragen ausgewertet werden, aufgenommen wird. Für alle die – wie Barack Obama und Angela Merkel scheinbar – noch nicht zu diesem erlesenen Kreis zählt greift auf bewerte Dienste zurück…

Wo steh ich:
>> www.yasni.de
>> www.123people.de

namen sind nicht wichtig, mir zumindest.

Zum neuen Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg scheint es noch wenig zu sagen zu geben. Zu seinem Namen dagegen viel. Wenn auch er selbst sagt, dass sei ihm nicht wichtig. Im Zweifel hat er mehr als genug davon: Vornamen. Nur eben ‚Wilhelm‘ nicht, auch wenn ein selbsternannter „Internetexperte“ das über Wikipedia glaubend machte.

Er sacht Willem, ich sach Wat? von Stefan Niggemeier nimmt nicht den Fehler im Umgang mit Guttenbergs gutem Namen, sondern die Rechtfertigungen der etablierten Medien dazu auf ’s Korn.

Der Bildblog beschränkt sich trotz des Namens nicht ausschließlich auf Bild, sondern zeigt gleich den Umgang der weiteren Medienlandschaft mit dem Fehler auf.

bild kritisiert sich selbst

Frank Walter Steinmeier ist der erste dem Bild die Chance auf eine öffentlich Blattkritik einräumt.
Frank Walter Steinmeier ist der erste dem Bild die Chance auf eine öffentlich Blattkritik einräumt. Quelle: Bild

Bild ist ja bekannt für Innovationen. Ich denke, dass wir eine transparente Redaktion sind.“ leitet Chefredakteur Kai Diekmann die erste Blattkritik der Bild, die öffentlich stattfindet, ein. Der hatte Frank Walter Steinmeier geladen. Der Außenminister hatte so gleich Gelegenheit die Auszüge aus dem neuen Buch des Parteigenossen Kurt Beck zu kritisieren: „obwohl nicht ganz einfach für die SPD“, zähle er diese zu den Tops der Ausgabe.

Einen Monat lang will die größte deutsche Tageszeitung ihren Lesern exklusiven Einblick in eines der wichtigsten Elemente einer jeden Redaktionssitzungen gewähren. Ob Print-, Online- oder TV- Redaktion, wer etwas auf sich hält führt eine Kritik der vorangehenden Ausgabe durch. 

Der Blick in die Operationszentrale der Bild verspricht spannend zu werden, allerdings hatten andere bereits die Idee Prominente zur Blattkritik einzuladen. So hatte Ole von Beust bereits im Januar das Vergnügen die Brigitte zu kritisieren. Er unterstrich dabei, dass er nicht unbedingt zur Zielgruppe gehöre.

Blattkritik
>> www.bild.de
>> www.brigitte.de

sprecher im bild

Bild auf der Fregatte Niedersachen beim Aufstieg eines AußenniedergangsNormalerweise soll es ja so nicht sein, aber manchmal läßt es sich nicht vermeiden. Als Sprecher im Bild zu sein kostest in der Regel eine Runde Champagner für das Pressezentrum. So auch hier.

Anderseits war das eines der erfolgreichsten Pressebilder, die wir in der Zeit verteilt haben. Weil es der Mission ein Gesicht gibt. Nicht ein bekanntes der Führung, sondern eines Teils der Mission. Und da Pressebilder für Agenturen, Zeitungen und Magazine kostenlos sind, greifen diese gern darauf zurück.

>> http://www.unmultimedia.org