im abspann… träumen von hollywood

Daniel Auwermann, Catherine Deneuve und Manolo Carmona
Daniel Auwermann, Catherine Deneuve und Manolo Carmona

Manchmal hat es ja auch seine Vorteile, wenn der Nachname mit dem am Beginn des Alphabets stehenden Buchstaben A anfängt. Beispielsweise werden Statisten in Filmen in alphabetischer Reihenfolge dargestellt.

Während meiner Tätigkeit als Sprecher für die UNIFIL-Mission im Libanon hatte ich die Gelegenheit, die grossartige Schauspielerin Catherine Deneuve kennenzulernen. Sie drehte im Süden des Libanon einen Film, um einerseits die Zerstörungen nach dem zweiten Libanon Krieg (2006), aber vor allem die Schönheit des Landes zu zeigen. Diesen Aspekt hatte die Französin bisher in der Berichterstattung vermißt.

Die Schaupielerin Deneuve, die sich also selbst bei der Erkundung des Libanons spielt, will auch die libanesisch-israelische Grenze sehen. Sie bittet einen libanesischen Kollegen: „Lass es mich sehen“ (2008 Frankreich/Libanon). Vor Ort liess sie sich die Umgebung vom Sprecher der UNIFIL Mission erklären, „der“ sich ebenfalls selbst spielt.

Nach dem Motto: „gerade entdeckt, oder wenn man sich mal selbst googelt.“
>> http://www.imdb.de/title/tt1068652/

wie erklärt man das unbekannte?

 

Dreharbeiten an Bord der Fregatte Schleswig Holstein: Rafic Ali Ahmand und ich (Quelle: Bundeswehr 2007)

 

 

 

 

Rafic Ali Ahmad und ich bei einer Drehpause an Bord der Fregatte Schleswig Holstein vor der Küste des Libanon (Quelle: Bundeswehr 2007)

Ein Jahr nach der Erweiterung der UNIFIL Mission mit der Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates ging es darum, den Menschen im Libanon den Einsatz der Blauhelmsoldaten näher zu bringen. 

Ziel war es, die unterschiedlichen Aspekte der Mission darzustellen, von den täglichen Patrouillen an der Blue Line, über die maritime Komponente vor der gesamten Küstenlinie des Libanon bis hin zu der humanitäre Hilfe für die Menschen.

Aus unserer Sicht konnte nur ein Schauspieler aus dem Libanon – zumal ein bekannter und respektierter – quasi in einer Reise durch die gesamte Mission einen authentisch Einblick entstehen lassen.

So drehten wir mit Rafic Ali Ahmad insgesamt zehn zweiminütige Spots. Von der Einladung des Forcecommanders Major-General Claudio Graziano bis hin zu Fahrten in den gepanzerten Fahrzeugen oder an Bord der Einheiten der Deutschen Marine. Auch die Bevölkerung ließen wir zu Wort kommen, kritische Stimmen machten den Wert der Aussagen insgesamt noch stimmiger und vor allem aber glaubwürdiger.

Nicht nur, das Rafic auf eine Gage verzichtete, auch alle großen Sendestationen gaben uns zu den besten Sendezeiten die Möglichkeit die Spots auszustrahlen.

Jetzt steht eine Zusammenfassung der Spots auch Online zur Verfügung.

Mit dem Real Player den Film in englisch direkt starten.