wenn, dann aber richtig

LICHT AUS…  Also ich fand die Idee wirklich gut. Und wie sicherlich viele andere, saßen wir schon um kurz vor 20.00 Uhr im vollständig dunklen Wohnzimmer. Schon tagsüber hatten wir uns über das neue Layout von google.de gefreut. Denn auch die hatten schließlich das Licht ausgeschaltet. Und die Seite war schwarz (zumindest invers).

Medientechnisch hatte ProSieben die Aktion ja bislang wirklich gut ausgearbeitet.  Also fanden wir uns denn auch im – wie schon gesagt – abgedunkelten Wohnzimmer ein. Nur der Fernseher war eingeschaltet. Aber schon die Anmoderation des Events von Aiman Abdalla überraschte. „Nein, dass Licht noch nicht ausschalten, erst um genau 20.00 Uhr…“ – Natürlich. Strom sollen wir ja schließlich nur die fünf Minuten lang sparen. Aber OK. Wir blieben dran. Gespannt verfolgten wir, wie auch am Brandenburger Tor das Licht aus ging. Köln, mit dem Dom, ebenfalls früher als wir, kam nicht so gut weg. Enttäuscht war ich aber  wirklich von der Tatsache, dass die Damen und Herren von ProSieben dann nicht fünf Minuten lang berichteten, sondern nach zwei Minuten quasi aus der Aktion ausstiegen und zu TalkTalkTalk wechselten.

Nicht, dass mir die Sendung nicht gefällt. Aber ich fand es unpassend. Mich hätte in diesem Moment viel mehr interessiert, wie es in den großen Städten aussieht. Ob es bei einem der Stromversorger wirklich zu einer signifikanten Minderung des Verbrauchs kommt. Aber vor allem, ob die Politik von dem LICHT AUS überhaupt erreicht wird. Als Konsument ein Zeichen setzen. Die Idee fand ich wirklich gut. Leider wurde die Umsetzung von ProSieben dieser wirklich guten Idee nicht gerecht.