lead awards – hamburg feiert.sich

Lead Award 2009 - Logo - Quelle: Lead Award
Logo der LeadAwards2009 (Quelle: Lead Academy)

Am 1. April ist es wieder soweit: Unter der Parole „Jetzt er recht„, wird der LeadAward in Hamburg verliehen. Die LeadAcademy für Mediendesign und Medienmarketing e.V. vergibt diesen deutschen Medienpreis jährlich an deutsche Print- und Online-Medien. 1993 verlieh die Academy ihn erstmals in Hamburg.

Bis heute nominieren ausschließlich Gremien der LeadAcademy – eine Bewerbung ist nicht möglich. Der Preis wird neben anderen Firmen hauptsächlich von den Unternehmen Spiegel, Hugo Boss und der Otto group gesponsert und von der Hansestadt Hamburg gefördert. Dabei liegt der Schwerpunkt zwar auf aufwendig produzierten Printprodukten, aber es gibt doch auch vier Online-Kategorien, die eine nähere Betrachtung zu lohnen scheinen.

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ich sehe tote medien

Ich sehe tote Menschen… Sie sehen nur was sie sehen wollen. Sie wissen nicht, dass Sie tot sind.

In Anlehnung an das bekannte Filmzitat aus dem Film The Six Sence macht sich ein twitter über die Zeitungen lustig, die noch nicht verstanden haben, wie ihr Schicksal sein könnte. „Zeitungen sind tot, hast du es nicht gelesen?“, so oder ähnlich beschreibt die sarkastische Seite www.journalism-is-dead.com/ den Untergang des Journalismus überhaupt.
Das Aus von Vanity Fair des Condé Nast Verlages und dem bereits im November eingestellten Gruner+Jahr Konkurrenzprodukt Park Avenue, oder die Burda-Blätter Tomorrow und Young, scheinen dabei nur erste Zeichen zu sein. Noch einige könnten auf dem deutschen Medienfriedhof retromedia.de landen.

Ein teures Experiment, das wir nunmal sind und waren, ist unter diesen Rahmenbedingungen nicht durchzuhalten. Die Crew der Redaktion aber geht erhobenen Hauptes von Bord: Wir haben etwas bewegt. Wir haben gewagt, wovor andere zurückgescheut sind. Und wir haben es gut gemacht. Das ist keine überzogene Selbstbeweihräucherung zur Beerdigung, sondern das, was wir von Euch Usern, von Kollegen und Kritikern gehört haben. Das mutige Konzept, Euch Leser viel direkter mit einzubeziehen, hat funktioniert. Leider fehlte uns die Zeit, um die nötige wirtschaftliche Stabilität zu erreichen. Quelle: zoomer.de – Stand: 09.02.09

Bereits Anfang des Monats hat sich das Online-Nachrichten-Portal zoomer.de von den Lesern mit dem ausführlichen Statement des Chefredakteurs Frank Syre verabschiedet. Ambitioniert, von User bestimmte Schwerpunkte, der Verzicht auf Ressorts. Spannende Konzepte, die es scheinbar nicht vermochten wirtschaftlich zu überzeugen.
Dagegen will sich Marktführer Spiegel Online neu erfinden und das Angebot noch weiter ausbauen. Die Hamburger mit frischem Führungsduo setzten dabei auf Bewegtbild, sowie auf Facebook und Twitter.

zur zukunft der medien

What would Google do?
What would Google do? von Jeff Jarvis

Aktuell scheint in der Krise vor allem die Diskussion der Medien über sich und ihre Zukunft selbst zu sein. „Panik ist kein Geschäftsmodell“ stellt SpiegelOnline fest und heißt mit dem Artikel die Diskussion an.

Kurz notiert aus der Onlinewelt:
Zeitung als Shareware“ – 18.02.09 Spiegel
New York Times bald öffentlich-rechtlich?“ – 19.02.09 Futurezone@ORF.at
New York Times und die Revolution im Internet“ – 18.02.09 Netzökonom@FAZ.net
How to save your Newspaper“ – 05.02.09 Time Magazine 

Angeregt wird die Diskussion noch durch das kürzlich veröffentlichten Buch „What would Google do?“ von Jeff Jarvis.

„Verleger müssen wie Google denken. Sie denken aber meist noch wie Yahoo, der letzte Vertreter der alten Medienunternehmen im Netz. Yahoo will die Inhalte besitzen und die Menschen dazu bewegen, auf die Yahoo-Seite zu kommen. Diesen Menschen soll dann so viel Werbung wie möglich gezeigt werden. Das ist das alte Modell. Google dagegen verteilt seine Produkte über das Internet, seine Landkarten, seine Videos und seine Werbung. Das ist das neue Modell. Ich wünschte, mehr Medien würden diesen Weg gehen. Denn Google versteht das Internet besser als jeder andere“ so Jarvis.

namen sind nicht wichtig, mir zumindest.

Zum neuen Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg scheint es noch wenig zu sagen zu geben. Zu seinem Namen dagegen viel. Wenn auch er selbst sagt, dass sei ihm nicht wichtig. Im Zweifel hat er mehr als genug davon: Vornamen. Nur eben ‚Wilhelm‘ nicht, auch wenn ein selbsternannter „Internetexperte“ das über Wikipedia glaubend machte.

Er sacht Willem, ich sach Wat? von Stefan Niggemeier nimmt nicht den Fehler im Umgang mit Guttenbergs gutem Namen, sondern die Rechtfertigungen der etablierten Medien dazu auf ’s Korn.

Der Bildblog beschränkt sich trotz des Namens nicht ausschließlich auf Bild, sondern zeigt gleich den Umgang der weiteren Medienlandschaft mit dem Fehler auf.

aus dem einsatz

Auch in den Krisenherden der Welt zeichnen Akteure und Passanten auf. Veröffentlichen in den üblichen Medien wie youtube oder liveleak.

Neu ist es nicht, Bilder oder gar Videos im Einsatz zu machen. Neu ist allerdings, wie einfach es ist die Bilder zu veröffentlichen. Und das ein veröffentlichtes Video oder Bild bei entsprechendem Interesse nicht nur den Sprung in die klassischen Medien schaffen kann, sondern das es – einmal veröffentlicht – nie wieder zurück geholt werden kann.

SpiegelOnline stellt eine Potpourri einiger faszinierender Handyfilmchen zusammen und läßt Medienexperten zur Kommunikation der Streitkräfte zu Wort kommen:
>> www.spiegel.de/video/video-28999.html