wo steht das netz?

Facebook durchbricht die 400 Millionen Nutzer Schwelle, über Twitter werden mehr als 50 Millionen tweets pro Tag veröffentlicht und über YouTube sehen Zuschauer 1 Milliarde videos pro Tag. Beeindruckende Zahlen, Jesse Thomas setzt diese in seinem Must-Seen-Video zum „State of the Internet“ in Beziehung zu einander.

Einige Zahlen:

  • 1.73 Milliarden Internet Nutzer weltweit im September 2009.
  • 1.4 Milliarden e-mail Nutzer weltweit, die an einem durchschnittlichen Tag 247 Milliarden e-mails erhalten, wobei es sich leider bei 200 Milliarden um Spam handelt
  • Im Dezember 2009 gab es 234 Millionen websites
  • Facebook erreicht 260 Milliarden pageviews pro Monat, was sechs Millionen pageviews pro minute oder 37,4 Trillionen pageviews pro Jahr bedeutet.

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praesidenten twittern nicht – obama aber auch nicht (selbst)

Ueberraschend ist sicherlich nicht, dass der amerikanische Praesident nicht wirklich selbst twittert. Aber dass er es noch nie getan hat, dann schon. Waren wir doch alle von dem „Change“ hin zu web 2.0 im Oval Office mitgerissen.

Was sicherlich nicht grundsaetzlich die Botschaft aendert, die Obama bereits in seiner ersten Pressekonferenz als Praesident deutlich machte. „Die Botschaft an die Medien war: Tageszeitungen sind mir gleichgültig. Ich will das Fernsehen, die Internet-Blogs und Twitter erreichen.“  Aber relativiert es nicht die Kampagne und den Wahlkampf? Zumindestens in seiner viel gelobten Art die Social Networks Systeme und damit die Jugend fuer sich zu gewinnen?

Im vergangenen deutschen Wahlkampf hatte doch der eine oder andere mit Fingern auf die deutschen Politiker gezeigt, die augenscheinlich nicht so firm in der Nutzung dieser SNS erschienen. Die werden sich freuen, koennen sie den Erfolg doch als typsich amerikanischen Marketing Trick deklarieren und auf weiteres Engagement verzichten.

Obamas fast 2.7 Millionen „Follower“ wird es wohl nicht davon abhalten den Updates in Form von maximal 140 praesidialen Zeichen zu folgen. Zumal sein Twitterteam diese nicht per Post informierte, dass der Praesident nicht selbst twittert.

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michael jackson verstorben

Screenshot: Sony veroeffentlicht auf der Seite MichaelJackson.com einen Nachruf (26.06.09)
Screenshot: Sony veroeffentlicht auf der Seite MichaelJackson.com einen Nachruf (26.06.09)

In der vergangene Nacht verstarb der „King of Pop“ Michael Jackson nach ersten Angaben von CNN an einem Herzinfarkt. Mit ueber 750 Millionen verkauften Alben war der teilweise durch bizarre Medienauftritte auffallende 50jaehrige Musiker die unangefochtene Nummer Eins.

Da mediale Echo ist gewaltig. Fast alle grossen Tageszeitungen weltweit machen mit der Nachricht auf. Radiosender spielen Jackson-Hits. Die Anzahl der Twitter Eintraege sei so hoch wie zuletzt bei der Wahl von Barack Obama. Der Tod des Moonwalkers legt das Internet in den USA teilweise lahm. Beim deutschen Nachrichten-Aggregationschannel dnnd.de sind auch international kaum Schlagzeilen ohne Zusammenhang mit dem Thema zu finden.

Weltbekannte Groessen des Showgeschaefts zeigen sich schockiert und traurig. „We have lost a genius and a true ambassador of not only Pop music but of all music,“ Justin Timberlake, oder Usher, der Jackson in einem langen Statement als Wegbereiter fuer Oprah Winfrey und eben auch Barack Obama sieht. Dagegen mach C-Stars teilweise durch erschreckende Twitter-Schlachten auf sich Aufmerksamkeit.

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wahlkampf online – fuer die freiheit?

Waehrend sich einige Politiker noch mit dem Versuch herumschlagen, das Internet, wenn auch aus durchaus gutem Grund, staerker als bisher zu reglementieren, fuehren „Die Piraten“ einen online Wahlkampf in entgegengesetzter Richtung. Die Piratenpartei, ein Ableger einer zunaechst in Schweden entfachten Online Initiative, hat sich dem freien Zugang zu jedweder Information verschrieben.

Das Recht des Einzelnen, die Nutzung seiner persönlichen Daten zu kontrollieren…,“ steht dabei ebenso auf der Agenda, wie „der uralte Traum, alles Wissen und alle Kultur der Menschheit zusammenzutragen, zu speichern und heute und in der Zukunft verfügbar zu machen…„. Entwicklungen wie Open Access sollen dabei gestaerkt, dem gegenueber das Patentrecht jedoch eingeschraenkt werden.

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ich sehe tote medien

Ich sehe tote Menschen… Sie sehen nur was sie sehen wollen. Sie wissen nicht, dass Sie tot sind.

In Anlehnung an das bekannte Filmzitat aus dem Film The Six Sence macht sich ein twitter über die Zeitungen lustig, die noch nicht verstanden haben, wie ihr Schicksal sein könnte. „Zeitungen sind tot, hast du es nicht gelesen?“, so oder ähnlich beschreibt die sarkastische Seite www.journalism-is-dead.com/ den Untergang des Journalismus überhaupt.
Das Aus von Vanity Fair des Condé Nast Verlages und dem bereits im November eingestellten Gruner+Jahr Konkurrenzprodukt Park Avenue, oder die Burda-Blätter Tomorrow und Young, scheinen dabei nur erste Zeichen zu sein. Noch einige könnten auf dem deutschen Medienfriedhof retromedia.de landen.

Ein teures Experiment, das wir nunmal sind und waren, ist unter diesen Rahmenbedingungen nicht durchzuhalten. Die Crew der Redaktion aber geht erhobenen Hauptes von Bord: Wir haben etwas bewegt. Wir haben gewagt, wovor andere zurückgescheut sind. Und wir haben es gut gemacht. Das ist keine überzogene Selbstbeweihräucherung zur Beerdigung, sondern das, was wir von Euch Usern, von Kollegen und Kritikern gehört haben. Das mutige Konzept, Euch Leser viel direkter mit einzubeziehen, hat funktioniert. Leider fehlte uns die Zeit, um die nötige wirtschaftliche Stabilität zu erreichen. Quelle: zoomer.de – Stand: 09.02.09

Bereits Anfang des Monats hat sich das Online-Nachrichten-Portal zoomer.de von den Lesern mit dem ausführlichen Statement des Chefredakteurs Frank Syre verabschiedet. Ambitioniert, von User bestimmte Schwerpunkte, der Verzicht auf Ressorts. Spannende Konzepte, die es scheinbar nicht vermochten wirtschaftlich zu überzeugen.
Dagegen will sich Marktführer Spiegel Online neu erfinden und das Angebot noch weiter ausbauen. Die Hamburger mit frischem Führungsduo setzten dabei auf Bewegtbild, sowie auf Facebook und Twitter.

es ist wahlkampf – vor allem bei twitter

„All jene, die das Netz nur als zusätzliches Informationsmedium begreifen, als Schaukasten, werden scheitern“, sagt Bundesgeschäftsführer der FDP, Hans-Jürgen Beerfeltz, in der Zeit. „Das Internet ist ein Dialogmedium.“

Ob die FDP dazu allerdings selbst mit ihren zahlreichen Medien in der Lage ist, stellt das Wochenblatt in der durchaus lesenswerten Serie Web-Wahlkampf in Frage. Von Twitter bis Community, die Abgeordneten und Parteien versuchen Obama in Sachen Wahlkampf und Kommunikationsstrategie zu folgen.

twitter for democracy

MdB Jakob Mierscheids Pic für den Beitrag unter Bundestag.de ist ein Bild von dem häufig bei der RTL Satire verwendeten Abbildung der fiktiven Person Karl Ranseier.Jeder zehnte Bundestagsabgeordnete twittert„, so FOCUS. Volker Beck schmunzelt in seinem eigenen twitter darüber und verweist auf lediglich zwei weitere echte: Münte und selbstverständlich Jakob Mierscheid.

Beck hält die Nielsen-Studie daher für eine Praktikantenstudie, zumindest aber von CDU oder Linken in Auftrag gegeben.

Mierscheid, der selbst beim seinem Selbstbildnis auf bundestag.de einen besonderen Humor zu haben scheint, zählt zu den erfolgreicheren twitter (2.500 Follower), wie auch Beck in seinem twitter feststellt.

obamas erste pressekonferenz – oder die zukunft der andere medien?

Täglich vor Neun Uhr sind sechs Kurzbeiträger aus der Print- und Online-Medienwelt bei bei medienlese.com zusammengestellt. In der Kategorie „6 vor 9“ finden sich gleichermassen Blogs wie Tageszeitungen, die wechselnde Autoren von ihrer besonderen Qualität überzeugen konnten.

Heute äußerst das zum blogwerk gehörende Teilmedium sich im Leitartikel zur Zukunft; besser gesagt: lässt in 50 Zitaten zum Thema neue und alte Medien Andere zu Wort kommen.

Leider scheint Präsident Barack Obama, was Die Welt als Botschaft verstand, nicht wörtlich gesagt zu haben.

Die Botschaft an die Medien war: Tageszeitungen sind mir gleichgültig. Ich will das Fernsehen, die Internetblogs und Twitter erreichen. Die Welt

Sonst müsste es mindestens als einundfünfzigster Zusatz zur Zitate- Sammlung hinzugefügt werden.