google – wave

Ende Mai hat google in San Francisco im Rahmen der Developers Conference eine neue Kooperations- und Kommunikationsplattform fuer Ende 2009 angekuendigt. Wave, so der Name der rein webbasierten Technologie, hat das Potential eine ebensolche zu sein.

Hinsichtlich der Wertschoepfung ist google bisher vor allem auf der Stufe der Content Aggregation tätig. Neben dem offensichtlichen Kerngeschaeft der Suchfunktionen oder bei der Bündelung von Schlagzeilen bei google News, aber auch in den Communities Orkut und Youtube werden Nutzerinhalte gesammelt und automatisiert aufbereitet.

„google – wave“ weiterlesen

zeitversetzt fernsehen – ard setzt auf studie

Insgesamt lässt die Studie die Prognose zu, dass es keine umfassende Verdrängung des Echtzeitfernsehens geben wird. Media Perspektiven der ARD 1/2009 Seite 2-8

ARD Pressefoto
Auch Anne Will als eines der Zugpferde der ARD bietet ihre Sendung zum zeitversetzten Sehen an.

Aus dem Mund des Forschungslabors „ARD Sales and Services GmbH“ klingt es, als sei der Wunsch Vater des Gedanken gewesen.

Was motiviert Zuschauer dazu, zeitversetzt fernzusehen? Wie tun sie es am liebsten und welche Sendungen sehen sie bevorzugt zeitversetzt? Diesen Fragen ist eine qualitative Grundlagenstudie der ARD-Medienkommission nachgegangen.

Flexibilität und Unabhängigkeit von Sendezeiten erwiesen sich als Hauptmotiv für zeitversetztes Fernsehen, so die Studie. Der Zuschauer könne die Sendung passend zu Stimmung wählen. Die Stärke des Echtzeitfernsehen sei vor allem: Die entspannte Nutzung durch den Rezipienten: er könne sich zurücklehnen und einfach sehen, was kommt.

Wenn auch in der gleichen Ausgabe der Media Perspektiven auf die Nutzung von Audio-Podcasts eingegangen wird, bleiben die unterschiedlichen weiteren Facetten – beispielsweise der On-Demand Nutzung, des Video-Podcast oder der Online-Aufzeichung, unberücksichtigt. Youtube als Kanal, der von den Öffentlich-rechtlichen Sendern auch genutzt wird, ist ebenfalls nicht Teil der Studie.

mitdiskutieren: illner bei youtube

Erfolgreiche Fernsehformate bei youtube oder clipfish zur Zweitverwertung zu verwenden ist nicht neu. Dem Zuschauer eine interaktive Möglichkeit zur Kommunikation anzubieten auch nicht. Die zahlreichen Chats und Call-In-Shows sind bekannt.

Nun aber bei der eigenen Frage Flagge zu zeigen bzw. Gesicht, erscheint als Chance für noch mehr Authentizität. Der Einfluss könnte bis in die Themenauswahl hineinreichen.

Maybritt Illner bietet den Zuschauern für ihren donnerstägliche Polittalk im ZDF die Möglichkeit Fragen per Video, eingestellt bei youtube, an die Gäste zu richten.

Der Trailer verspricht einiges. Und Fragen gibt es auch schon eine Menge.

>> www.youtube.de/maybrittillner

radioscherze und was wir lernen

Telefonscherze im Radio werden langweilig und wir fragen uns, warum es der Angerufene nicht merkt. Hessens Grande Damé in Lauerstellung hat es offensichtlich nicht gemerkt, als ein falscher Franz anrief.

Sieben Minuten telefonierte Andrea Ypsilanti mit einem Radiomoderator, der sich als Franz Müntefering ausgab. Hessens SPD-Chefin untersagte dem Sender zwar umgehend die Ausstrahlung, doch inzwischen kursiert das unvorteilhafte Gespräch auf YouTube. Spiegel

Bei youtube wird der Mitschnitt immer wieder gelöscht. Aber, er taucht auch genauso schnell wieder auf. Nun mag man darüber Streiten, wie Teile des für die Dame unvorteilhaften Gespräches ins Netz gerieten. Sender und noch Volks-Partei versuchen gleichermaßen die Schuld von sich zu weisen.

Neu ist das lancieren selbstverständlich nicht. So soll der ein oder andere Politiker seine helle Freude daran haben, die Bild – Redaktion persönlich über Fehltritte der lieben Kolleginnen und Kollegen zu informieren: um am nächsten Tag dessen Abdruck als Verlierer auf Seite Eins zu finden.

Neu ist auch der Telefonschreck nicht. Die Diskussion um die Erlaubnis einer Berichterstattung ebenso wenig: gedenk der Haarfarbe des Altkanzlers Schröder, der die Agentur ddp vor das Hamburger Landgericht zitieren ließ.

Allerdings scheint es immer noch für einige neu zu sein, dass es sich – einmal veröffentlicht – nie wieder zurücknehmen lässt. Im Netz sind Texte, Bilder, Töne und Videos – ausreichendes Interesse daran sei dabei vorausgesetzt – überall zwischengespeichert. Abrufbar. Und dan web2.0 wiederverwertbar. Und sogar noch pimp-fähig. Wie auch dieser Telefonschreck, der sich ständig weiterentwickelt.

Für Unternehmenskommunikation muss das Fazit lauten: Mitarbeiter sensibilisieren.
1) Sowohl für die geringen Barrieren: Die technischen Möglichkeiten von MMS, facebook und twitter – um nur einige zu nennen – sind unbegrenzt. Eine Kontrolle schier unmöglich. Endlos sind die Möglichkeiten allein für Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten. Ohne kriminelle Energie zu unterstellen, meist ist es Leichtsinn.
2) Einmal veröffentlicht, ist das Material für immer gespeichert und replizierbar. Es ist eben nicht mehr nur das Wissen, dass Material veröffentlicht wurde; das Material ist quasie in Originalqualität verbreitbar.